Live Tag 6: Österreich zieht nach dramatischem Sieg gegen Brasi-lien ins Finale ein

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WINTERTHUR. Im besten Spiel dieser Weltmeisterschaft bisher holt sich Österreich den Sieg gegen Brasilien. Die Entscheidung in diesem dramatischen Spiel fiel erst im fünften Satz. Das Team von Coach Martin Weiß spielte groß auf und steigerte sich sogar noch im Vergleich zu den letzten Spielen. Brasilien erwies sich als würdiger Gegner und zeigte auch eine Topleistung. Die 5.237 anwesenden Zuschauer heizten im Stadion ordentlich ein und sorgten für eine tolle Stimmung.

 +++++  7. Spielrunde von 20:30  +++++

Ein extrem ausgeglichenes Match, das die Zuschauermassen begeisterte fand heute um 20:30 Uhr im Stadion Schützenwiese in Winterthur statt. Das Spiel begann mit einem klaren 6:3 Vorsprung für Brasilien, Österreich hatte Startschwierigkeiten. Brasilien siegte im ersten Satz verdient mit 11:7. Die Österreicher schlugen im zweiten Satz zurück und das Spiel ging atemberaubend weiter. Karl Müllehner zeigte für Österreich auch heute eine bärenstarke Leistung und führte sein Team ins Finale. Der dritte Satz war dann ein ständiges hin und her. Brasilien hatte bereits Satzball, doch Müllehner platziert den Rückschlag auf der Hinterlinie. Darauf folgte noch ein Ausball von Brasilien und Österreich hatte den Satz. Im selben Tempo ging es auch weiter. Ab der Mitte des Satzes ging für Österreich nichts mehr. Brasilien nutzte diese Chance und setzte sich klar durch. Im fünften Satz spielte Österreich wie ausgewechselt und fegte Brasilien mit 11:4 vom Platz.
Ein sensationeller Sieg für Österreich, die morgen im Finale auf Deutschland treffen. Brasilien spielt gegen die Schweiz um Platz 3.

Karl Müllehner (Angreifer Österreich) kann es kaum fassen: „Es war unglaublich. Die Fans sind in unserem Rücken gestanden. Wenn man dann so eine Leistung abrufen kann mit dem sechsten Mann am Feld fühlt es sich an wie daheim. Ich kann nur sagen es ist das Finale.“

Oliver Späth (Abwehrspieler Deutschland) hofft morgen auf ein ähnlich spannendes Spiel gegen Österreich: „Wir freuen uns natürlich riesig auf das Spiel. Gegen Österreich zu spielen ist immer etwas Besonderes, für uns und auch für die Österreicher. Wir erwarten uns ein volles Haus und dass wieder so eine geile Stimmung ist wie bisher. Das Halbfinale zwischen Österreich und Brasilien war eben beste Werbung für unseren Sport. Da kann man sich nur wünschen, dass es morgen auch wieder so ein geiles Spiel wird.“

Österreich – Brasilien 3:2 (7:11, 11:7, 12:10, 5:11, 11:4)

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+++++  6. Spielrunde von 18:30  +++++

Deutschland findet nach Startschwierigkeiten perfekt in das Semifinale und bezwingt die Schweiz. Nachdem Deutschland gleich zu Beginn des Spiels mit 0:3 zurücklag, spielt das Team um Kapitän Fabian Sagstetter wie ausgewechselt und geht in Führung. Nach dem 6:5 geben sie die Führung nicht mehr aus der Hand und lassen nur noch einen Punkt der Schweiz zu.
Der zweite Satz war dann eine wahre Schlacht. Die Schweizer erspielten sich in der ersten Satzhälfte schon eine 3-Punkte-Führung, die sie nicht über die Runden brachten. Deutschland zeigte seine Klasse und kämpfte sich heran. Der Satz ging in die Verlängerung, diese verlief dramatisch. Die starke Schweizer Mannschaft brachte Deutschland ans Limit. Keines der beiden Teams konnte den Sack zumachen. Es kam zum alles entscheidenden Punkt nach dem Stand von 14:14. Ein unglaublicher Ballwechsel fand statt, am Ende ging die Abwehr der Schweiz unter der Leine durch.
Dieser Satzverlust brach dem Team von Oliver Lang schlussendlich sprichwörtlich das Genick. Sie waren gebrochen und so spielten auch so. Diese Chance ließ sich das Team um Fabian Sagstetter nicht entgehen und spielte sich fehlerlos zum 3:0-Sieg.

Fabian Sagstetter, Kapitän Deutschland: „Der 14:14 Ball war sicher spielentscheidend. Das war extrem wichtig, dass wir den gemacht haben. Wir sind nach einem ganz schlechten Start im Spiel angekommen. Gegen so ein Team mit 3:0 zu gewinnen ist super, wir haben auf allen Positionen sehr gut gespielt. Die Stimmung auf dem Feld ist einfach abartig, wir genießen es hier zu spielen. Morgen wollen wir hier Weltmeister werden.“

Oliver Lang, Trainer Team Schweiz: „Wir sind heute gescheitert. Die wenigen Chancen, die sich geboten haben, konnten wir nicht nutzen. An den Fans ist es sicher nicht gelegen, das nehmen wir auf unsere Kappe.“

Deutschland – Schweiz 3:0 (11:6, 15:14, 11:3)

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+++++  5. Spielrunde von 17:00  +++++

 

Serbien siegt im President’s Cup Finale

Ein spannendes Spiel ereignete sich zwischen Serbien und Polen im Finale des President’s Cup. Dieser Titel wurde ins Leben gerufen, um kleineren Faustballnationen auch die Chance auf einen Titel zu geben. Der Titel entspricht also dem 13. Platz im gesamten Turnier mit 18 teilnehmenden Mannschaften. Der Ausgang von 3:0 in Sätzen klingt wie ein klarer Sieg, doch innerhalb der Sätze war dieses Spiel mehr als knapp. Sowohl der erste als auch der dritte Satz gingen über die volle Distanz bis 15:13. Der zweite Satz war eine klare Angelegenheit für Serbien.

Christoph Lechthaler, Angreifer im polnischen Team sagte nach dem Spiel: „Der Generationswechsel bei den Serben hat ihnen gut getan. Sie sind in der Verteidigung um einiges agiler als wir und wir haben im Angriff keinen Druck aufbauen können.“

Markus Kraft, Coach des serbischen Teams: „Der dreizehnte Platz ist genau das, was wir uns als Ziel gesetzt haben. Ich bin sehr stolz auf die Burschen, sie haben super gekämpft.“

Serbien – Polen 3:0 (15:13, 11:5, 15:13)

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+++++  4. Spielrunde von 15:45  +++++

 

Bei ihrem ersten Auftritt bei einer Faustball Weltmeisterschaft präsentierten sich die Neuseeländer als starkes Team. Im heutigen Platzierungsspiel gegen Dänemark gaben sie sich keine Blöße und siegten klar. Dänemark konnte gegen die groß aufspielenden Neuseeländer nicht ganz mithalten und belegt den 12. Rang.

Neuseeland schließt erste WM mit 11. Rang ab

In ihrem abschließenden Spiel bei dieser WM präsentierte sich Neuseeland genauso stark wie die gesamte WM über. Die All Blacks zeigten tolle Spielzüge und bezwangen Dänemark klar mit 3:0. Die Dänen spielen zwar druckvoll, Neuseeland bringt die Angriffe aber immer wieder unter Kontrolle. Alles in allem ein klarer Sieg für Neuseeland, der die gesamte Leistung bei der 15. IFA Faustball Weltmeisterschaft repräsentiert.

Einen Wehrmutstropfen gibt es für die Kiwis aber, denn mit dem 11. Rang verpassen sie die Qualifikation für die World Games. Diese stellen das Pendant dar zu den Olympischen Spielen für nichtolympische Sportarten.

Ergebnis: Neuseeland – Dänemark 3:0 (11:2, 11:7, 11:2)

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+++++  3. Spielrunde von 14:30  +++++

Australien und Belgien lieferten sich ein Match auf Augenhöhe, das über 1,5 Stunden andauerte. Die Publikumslieblinge aus Japan mussten sich in ihrem letzten Spiel bei dieser Weltmeisterschaft den Niederlanden geschlagen geben. Die beiden Mannschaften wurden von zahlreichen Zuschauern angefeuert.

Belgien gewinnt gegen Australien über die volle Distanz

In einem Marathonmatch setzten sich die Belgier im fünften Satz gegen Australien durch. Die Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Erst in der Verlängerung des fünften Satzes fiel die Entscheidung für Belgien. Das längste Spiel bei dieser WM bisher ging für rund eine Stunde und vierzig Minuten.

Belgien – Australien 3:2 (15:13, 13:11, 11:6, 8:11, 15:13)

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Niederlande besiegen Japan im Platzierungsspiel um 17. Rang

In einem engen Match besiegten die Niederländer Japan mit 3:0. Die sympathischen Japaner hatten das Publikum für sich gewonnen und wurden lautstark angefeuert. Mit tollen Leistungen beeindruckten auch die Newcomer aus den Niederlanden die Fans. Am Ende spielten sie konstanter als die Japaner und siegten daher in drei Sätzen.

Niederlande – Japan 3:0 (11:9, 11:6, 11:6)

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+++++  2. Spielrunde von 13:15  +++++

In einem klaren Spiel setzte sich die brasilianische Selecao klar gegen Chile durch. Die chilenische Mannschaft schaffte es nicht, die Brasilianer aus dem Konzept zu bringen. Damit zieht Brasilien souverän ins Halbfinale gegen Österreich heute um 20:30 Uhr ein. Gleichzeitig fand das Spiel zwischen Tschechien und Dänemark im President’s Cup statt. Mit einem ähnlichen Ergebnis für Tschechien.

Brasilien ohne Probleme weiter im Halbfinale

Mit einer souveränen Leistung fegte das Team von Coach Gerson Suffert die Chilenen vom Platz. Der Hauptangreifer Alvaro Modinger und seine Mannschaft konnten mit den stark spielenden Brasilianern nicht mithalten. Das brasilianische Team zeigte mit diesem Auftritt, dass sie bereit sind für das heutige Halbfinale gegen Österreich.
Zur Primetime treffen die Teams im Stadion Schützenwiese aufeinander und spielen um den Finaleinzug.

Brasilien – Chile 3:0 (11:3, 11:5, 11:4)

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Tschechien ebenfalls souverän

Auch das zweite Spiel dieser Runde brachte einen klaren Sieg. Die WM-Neulinge aus Dänemark hatten gegen Tschechien kaum eine Chance. Die Tschechen zeigten eine konstante Leistung und ließen Dänemark nicht ins Spiel kommen. 
Folglich spielt Tschechien morgen um 12:00 Uhr gegen die USA um Rang 9, Dänemark und Neuseeland treffen sich um 15:45 Uhr und spielen um den 11. Platz.

Tschechien – Dänemark 3:0 (11:2, 11:5, 11:4)

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+++++  1. Spielrunde von 12:00  +++++

Obwohl das Schweizer Team den Start in ihr Viertelfinale etwas verschlief, gab es einen klaren Sieg über Italien. Die Italiener spielten im ersten Satz gut mit, im Zweiten erhöhte die Heimmannschaft dann das Tempo und zog davon. Die eigentlich stark auftretenden Italiener machten sich währenddessen das Leben mit Eigenfehlern immer wieder selbst schwer. Insgesamt ein klarer Sieg für die Schweiz. In einem knappen Match setzten sich die favorisierten US-Amerikaner gegen Neuseeland durch. Das US-Team spielt somit um Rang 9 und Neuseeland um den 11. Platz.

Die Schweiz hat gegen Italien nur im ersten Satz Probleme

Im ersten Satz des Spiels zeigten die Italiener mit ihrem starken Auftritt, dass sie es der Lang-Fünf nicht leicht machen würden. Weil das Heimteam zu Beginn des Spiels noch etwas verhalten agierte, entwickelte sich ein spannender Satz. Am Ende riskierte das Team um Kapitän Simon Prudenziati aber um den Ticken zu viel, ihre Gegner behielten die Ruhe. Die Schweiz fand immer besser ins Spiel und siegte am Ende verdient. Somit trifft das Team von Coach Oliver Lang heute um 18:30 im Halbfinale auf Deutschland. Dieses Spiel verspricht Spannung, denn das ist kein geringeres als die Neuauflage des letzten WM-Finales. Auch bei den World Games trafen sich die Teams erst im Finale.

Schweiz – Italien 3:0 (11:9, 11:2, 11:3)

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Die USA spielt um Platz 9

Ein spannendes Match gab es zwischen den USA und Neuseeland zu sehen. Die beiden Teams zeigten bei dieser WM bereits tolle Leistungen. Das taten sie auch in diesem Spiel. Die Newcomer aus Neuseeland forderten die erfahreneren Amerikaner immer wieder mit tollen Spielzügen. Schlussendlich reichte es für die Kiwis nicht ganz und das US-Team siegte mit 3:0.

USA – Neuseeland 3:0 (11:7, 11:7, 11:9)

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Tag 6 - Dies sind die heutigen Partien

 

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+++++  8. Spielrunde von 20:15  +++++

Gleich zu Beginn des Spiels schafft es die österreichische Mannschaft von Coach Martin Weiß, sich abzusetzen und mit 7:4 in Führung zu gehen. Das Schweizer Team bäumte sich aber noch einmal auf und legte eine bemerkenswerte Aufholjagd hin. Sie machten Punkt für Punkt und schafften es bis zum Gleichstand von 8:8. Aber Österreich gab noch einmal Alles und siegte doch noch mit 11:9.

Ein perfekter zweiter Satz aus Sicht der Österreicher folgte. Da passte einfach alles. Die Schweizer Mannschaft wirkte beinahe ratlos. Darüber hinaus stieg die Eigenfehlerquote der Gastgeber an. Ein klarer Sieg für Österreich war die Folge.

Im letzten Satz sahen die Zuseher auf den Rängen einen extrem ausgeglichenen Satz. Das Schweizer Team von Coach Oliver Lang war aufgewacht. Doch Österreich schaltete keinen Gang zurück und leistete Widerstand. Erst in der Verlängerung fiel die Entscheidung für Österreich. Sie punkteten zum erlösenden 13:11.
Im Semifinale geht es für Österreich morgen um 20:30 Uhr dann entweder gegen Brasilien oder Chile. Die Schweizer müssen gegen Italien morgen um 12 Uhr gewinnen um ins Halbfinale gegen Deutschland einzuziehen.

Österreich – Schweiz 3:0 (11:9, 11:6, 13:11)

Raphael Schlattinger: „Wir sind einfach nicht ins Spiel reingekommen. Alle fünf haben blöde Fehler gemacht und Österreich hat auf allen Positionen sehr gut gespielt. Wir haben einfach nicht das gespielt was wir können und deshalb hat Österreich verdient gewonnen.“

Stefan Wohlfahrt: „Endlich nach fünf Jahren haben wir die Schweiz in einem Pflichtspiel in die Schranken gewiesen. Die Fans waren ein Wahnsinn, es ist gewaltig was hier für eine Stimmung herrscht. Wir sind jetzt schon heiß auf das Halbfinale morgen.“

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